Strecke

Zum R1-Navigator

 

Auf der Fahrt von Bad Gandersheim durch Heber, Bilderlahe, Bornhausen und Steimkerberg erreicht man die Innerste-Talsperre.

 

Seesen

 

Ein Abstecher von Bilderlahe nach Seesen gibt den typischen Eindruck einer vom Harzfachwerk geprägten Stadt. Das „Tor zum Harz“ war Gründungsort des Harzklubs im Jahre 1886. Louis Spohr, Komponist und Dirigent, verbrachte dort seine Kindheit. Heinrich Engelhard Steinweg, der Begründer der berühmten Steinway-Flügel, wird im Heimatmuseum, dem alten herzoglichen Jagdschloss (um 1705) das Andenken bewahrt. Das Heimatmuseum wurde vor einigen Jahren wesentlich erweitert und museumspädagogisch neu konzipiert: Es heißt seither "Städtisches Museum" und beinhaltet z. B. eine eigene "Steinway"-Abteilung mit dem ersten in den USA gebauten Tafelklavier und allem Wissenswerten zur Fa. Steinway & Sons. Der 84 Hektar große Kurpark geht auf eine Stiftung von William Steinway zurück.


 

In Seesen ist auch die Heimat der Konservenbüchse (Denkmal auf dem Züchnergelände). Im September erinnert das historische Sehusa-Fest an die reiche Tradition von Seesen.

 

Wilhelm Busch

 

Im nicht weit entfernten Mechtshausen verbrachte Wilhelm Busch seine letzten Lebensjahre. Im "Wilhelm-Busch-Haus" ist u. a. die Wohnung des Dichters noch originalgetreu erhalten. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Dorffriedhof.

 

Lautenthal

 

Von Langelsheim führt der R 1 auf dem auf der ehemaligen Bahntrasse angelegten Radweg nach Lautenthal. Er zweigt in Höhe des Stausees in Richtung Wolfshagen nach links ab. Ein Abstecher nach Lautenthal führt zum Bergwerksmuseum mit dem markanten Kunstrad, der Einfahrt in den ehemaligen Stollen des Silberberg-werkes Lautenthal’s Glück, der tiefsten Bergkapelle Deutschlands und der Bergmannsküche im Steigerhaus. Der Grubenzug „Feuriger Elias“ bringt die Besucher 266 Meter unter Tage.

 

Wildemann

 

Der nächste Ort ist Wildemann, der kleinste der sieben Bergstädte des Oberharzes. Seine Gründung wird auf die Sage vom Wilden Mann zurückgeführt.

 

Clausthal-Zellerfeld

 

Wer noch weiter in den zentralen Harz fährt, kommt nach Clausthal-Zellerfeld mit seiner weltberühmten technischen Akademie (heute Hochschule). Das Bergwerksmuseum mit den originalen Anlagen auf dem umfangreichen Gelände ist sehr besuchenswert. Die größte Holzkirche Mitteleuropas ist in der Stadt zu finden. Viele Bauten der Bergakademie und Fachwerkhäuser wie die Alte Apotheke (1674) prägen das historische Stadtbild. Der Bakteriologe Robert Koch wurde dort geboren.

 

Stauseen und Kloster

 

Bevor man in den Wald in Richtung Wolfshagen einbiegt, kann man eine Rundfahrt um den Innerste-Stausee einschieben. Segelboote und Surfer beleben bei gutem Wetter das eindrucksvolle Bild.

Wichtiger Hinweis: Die Strecke vom Innerstestausee über Wolfshagen zum Granestausee verfügt über starke Steigungen/Gefälle und ist besonders anspruchsvoll. Als Alternativstrecke kann auch der Weg über Langelsheim und Herzog-Juliushütte (Ortsteil Astfeld) am nördlichen Harzrand gewählt werden. Der gewährt einen schönen Blick in das Harzvorland.

 

Der Weg nach Wolfshagen führt vorbei an der Schäderbaude (geöffnet Sonntag 14 bis 18 Uhr). Das nächste Ziel ist der Granestausee mit einer mächtigen Staumauer. Der R1 führt an der westlichen Seite des Stausees zum Informationszentrum. Dann geht es entlang der Staumauer nach Astfeld in Richtung Goslar. Auf halbem Wege nach Goslar ist ein Abstecher zum Kloster Riechenberg links der Bundesstraße (Vorsicht beim Überqueren!) möglich. Besuchenswert ist diese Anlage des ehemaligen Augustinerchor-herrenstifts wegen der wohlerhaltenen Krypta (Besichtigung nur mit Führung Mai bis Oktober, Dienstag 14.30 Uhr und 15.30 Uhr).

 

Goslar

 

Goslar ist ein weiterer Höhepunkt auf dem niedersächsischen Abschnitts des R1. In Goslar bietet sich eine Fülle von besuchens-werten Punkten an.

 

Die Kaiserpfalz mit der Ulrichskapelle, die ehemalige Stiftskirche St. Simon und Juda, die Domvorhalle mit dem Kaiserstuhl (Thronanlage, Rücken- und Seitenlehnen des Sitzes mit Ranken und Blattwerk um 1060/80), die evangelische Marktkirche St. Kosmas und Damian, das Rathaus mit Huldigungssaal, der Brunnen mit Kaiseradler, die renovierte Kaiserworth von 1494 (ehemaliges Gildehaus der Gewandschneider), das Brusttuch (1526 erbautes Bürgerhaus). Weiter bemerkenswert sind das Stammhaus der industriellen Familie Siemens (1693), das private Musikinstrumentenmuseum und das Rammelsberger Bergbaumuseum.

 

Hahnenklee

 

Vier Kilometer nördlich liegt die barocke Stiftskirche Grauhof (18. Jahrhundert) mit der Trautmann-Orgel von 1737. Den rund 15 km entfernten Ortsteil Hahnenklee erreicht man auf der B 241 (300 m Höhenunterschied). Die nach norwegischem Vorbild 1907/08 erbaute Stabkirche wurde von Prof. Karl Mohrmann entworfen; das Grab des Operettenkomponisten und Kapellmeisters Paul Lincke ist hier zu besuchen.

 

Auf dem Weg von Goslar über Oker nach Bad Harzburg sieht man nach Verlassen der Stadt einen Wegweiser zur Waldgaststätte „Maltermeister Turm“. Er wurde erstmals 1548 erwähnt und diente als Wohnung des Holzverwalters (= Maltermeister) für das Feuersetzen in den Gruben. Bis 1900 haben Bergleute den Turm bewohnt (Höhe 16 Meter, Außendurchmesser 8 Meter, Wandstärke 0,75 Meter).

 

Bad Harzburg

 

Der R1 erreicht das 100jährige Heilbad Bad Harzburg auf der Höhe der Rennbahn bei Bündheim, die durchquert wird. Die nun nördlich von Bad Harzburg verlaufende Trasse bis zum Ilsenburger Stieg sollte nicht dazu verleiten, sich den Ort nicht anzusehen.

 

Eines der architektonisch sehenswertesten Ensembles ist Winuwuk, ein Frühwerk des in Bremen und Worpswede tätig gewesenen Prof. Bernhard Hoetger (Café mit Besichtigungsmöglichkeit). Ein Spazier-gang über die Bummelallee zum Kurzentrum und zur Talstation der Seilbahn vermittelt den Flair des gastlichen Heilbades.

 

Zur Abwechslung ist eine Fahrt mit der Großkabinenseilbahn zum 482 m hohen Großen Burgberg zu empfehlen. Die Endstation liegt in der Nähe der Ruinen der alten Harzburg. Ausgedehnte Wandermöglichkeiten sind dort in Verbindung mit zahlreichen Waldgaststätten (z. B. Sennhütte, Rabenklippe, Molkenhaus, Marienteichbaude) möglich. Das Eselsdenkmal am Berliner Platz erinnert daran, dass vor rund 100 Jahren die Ausflügler mit Eseln zum Burgberg getragen wurden.

 

Wer einen Tag Rast in Bad Harzburg einlegt, kann einen Ausflug nach Vienenburg mit einschließen. Dort gibt es den ältesten erhaltenen Bahnhof der ersten deutschen Staatseisenbahn.

 

Seesen Luftbild. Foto: Stadt

Seesen am Harz

 

 

 

 

 

Bergbaumuseum in Lautenthal. Foto: Stadt Langelsheim

Bergbaumuseum Lautenthal

 

 

 

 

 

 

 

 

Kaiser-Wilhelm-Schacht Clausthal-Zellerfeld. Foto: HVV

Schacht in Clausthal-Zellerfeld

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Domvorhalle Kaiserpfalz Goslar. Foto: Goslar marketing gmbh

 Domvorhalle der Kaiserpfalz

 

 Stabkirche in Hahnenklee. Foto: Hahnenklee tourismus marketing gmbh

 Stabkirche in Hahnenklee

 

Soletherme Ba Harzburg. Foto: HVV

Soletherme Bad Harzburg

Am Vienenburger See