Natur

Typisch ist der enge Wechsel von sandigen Kiefernwäldern, trockenen Blumenhängen zu sumpfigen Erlenbrüchen und glasklaren Seen. Kein Wunder, dass Landschafts- und Naturschutzgebiete auf Sie warten.

Rauschende Laubwälder spenden erfrischenden Schatten und laden schon seit Jahrhunderten zur Rast: gerade unter den Eichen gibt es etliche Riesen wie z.B. die Frühstückseiche, unter der Friedrich II 1730 auf seinem Weg in die Festungshaft in Küstrin gerastet haben soll, die Grenzeiche bei Pritzhagen, die Napoleon- und Nonneneiche bei Altfriedland. Viele ehemals große Ackerflächen sind heute von blühenden Hecken durchzogen, Straßen von Alleen gesäumt.

Die ausgedehnten Mischwälder im Naturpark zeugen von jahrzehntelanger Hege und Pflege durch umsichtige Forstleute. Hier ist zum Beispiel die „Frau von Friedland“ zu nennen, Charlotte von Lestwitz, die um 1800 auf den Gütern der Familie mit überaus bemerkenswertem Geschick und modernen Methoden Land- und Forstwirtschaft betrieb. Unvorstellbar erscheint uns heute, dass die Märkische Schweiz im Mittelalter aufgrund des unersättlichen Bedarfes an Holz kahl und entwaldet war und dass noch vor 100 oder 200 Jahren die Bauern und Bürger ihre großen Mengen an Brennholz von den sogenannten Looserflächen holten.

Unüberschaubar ist die Zahl der Herrenhäuser und Landschaftsparks, die fast alle auf das 18. und 19. Jhdt. zurückgehen und mit Persönlichkeiten wie Lenne und Fürst von Pückler-Muskau verbunden sind.

Die Kulturlandschaft ist seit gut zwei Jahrhunderten von intensiver Landwirtschaft geprägt. Der Begründer der neuen Anbaumethoden, Albrecht Thaer, lebte um 1800 in Möglin, nördlich des R1 bei Wriezen gelegen, wo heute eine Gedenkstätte an ihn erinnert.

Zahlreiche Pferdehöfe prägen die Landschaft und bieten bei Bedarf auch eine Abwechselung zum Fahrradsattel.

Es sind keine Halluzinationen, von allzu starker Sonneneinstrahlung hervorgerufen, wenn Sie plötzlich Vogelstrauße entdecken – in Kagel stehen sie sozusagen direkt am Radweg! Strausberg ziert mit seinem Wappentier auch die Strassen und Plätze – lebensgroß und aus buntem Plastik werben Sie für den Ort.

Die vielen Seen sind sehr klar und schimmern oft türkisblau zum Bade ladend. In den sauberen Fliessen tummeln sich Flussmuscheln, Krebse und seltene Fischarten, wie Steinbeißer und Schmerle. Im Naturpark machen sogenannte „Fischtreppen“ die alten Wehre für die Fische wieder passierbar. Libellen wie die Gemeine Keiljungfer sind das Wappentier der Märkischen Schweiz.

Für den Vogelschutz ist das Gebiet von europäischer Bedeutung: Schwarzstorch, Rot- und Schwarzmilane, Wespenbussard, Seeadler und Kraniche, Eisvögel, verschiedene Spechte, Wasserläufer und Grasmücken zeugen von Güte und Vielfalt der Lebensräume. Das Altfriedländer Teichgebiet ist, wie auch die Äcker im Oderbruch, vor allem im Herbst ein beeindruckender Schauplatz für tausende rastender Zugvögel!

Sowohl in ganz naturbelassenen Winkeln wie auch in der vom Menschen geprägten Kulturlandschaft finden seltene Gäste wie Biber und zahlreiche Fledermausarten begehrte Unterschlüpfe.

      Grenzeiche

    Grenzeiche bei Pritzhagen

 

Schlosspark

    Schlosspark Neuhardenberg

 

Däbersee

    Däbersee in Waldsieversdorf

 

Kraniche

   Kraniche rasten im Oderbruch