Höhen und Tiefen, Berg und Tal, nass und trocken, kurzum ein Wechselbad der Gefühle heißt Sie willkommen auf dem sachsen- anhaltinischen Teilabschnitt des Europaradweges R1.
Wenn Sie oben die Regionen
Ostharz bis Saale
oder
Saale bis Fläming
anklicken, erhalten Sie umfangreiche Informationen über alles was das Radlerherz begehrt.
Ferner gibt es für den Streckenabschnitt Harz bis Potsdam eine Broschüre. Wenn Sie den folgenden Link anklicken, können Sie sich schon einmal einen Eindruck machen.
www.flaeming.net/newspics/pdfs/R1-Broschuere.pdf
Nachfolgend aber eine Kurzbeschreibung für den Streckenabschnitt durch Sachsen-Anhalt.
Kurz hinter Bad Harzburg auf niedersächsischer Seite, passiert die Streckenführung die einstige innerdeutsche Landesgrenze, welche nun lediglich durch den Verlauf der Ecker und dessen Tal gekennzeichnet ist.

Die ehemalige Deutsch / Deutsche Grenze.
Seit Anfang 2008 ist der Europraradweg mit dem Schriftzug "R1" durchgängig in Sachsen-Anhalt beschildert.

Bei der Beschilderung in Sachsen-Anhalt fehlt leider der Schriftzug
"Europaradweg".
Asphaltierte Abschnitte sind hier nicht mehr unbedingt rar und der Radler muß nicht unbedint bei guter Kondition sein.
Notfalls wird eben mal die Steigung geschoben. Lassen sie sich nicht abschrecken.
Autoverkehr begegnet man hier seltener.
Wir fahren mit der radelnden Hexe auf dem parallel verlaufenden Harzrundweg bis nach Meisdorf. Hier biegt er/sie Richtung Süden ab.

Die radelnde Hexe können Sie neuerdings käuflich erwerben.
Das Schild kostet 2,50 plus 1,50 Euro Versandkosten.
Falls Sie interessiert sind, leiten wir Ihre Bestellung
gern weiter. ( Solange der Vorrat reicht )
Die Faltblätter erhalten Sie bei Anforderung
kostenlos. Schreiben Sie uns: sachsen-anhalt@euroroute-r1.de
Noch immer befindet man sich hier in den Höhen des Vorharzes und vereinzelt empfiehlt sich eine der hier zahlreich vorhandenen Alternativrouten.
Immer wieder wird die Redaktion nach diesen Alternativvorschlägen
gefragt. Nach und nach werden wir diese unter Infos zum Radweg
unter den Rubriken Ostharz bis Saale und Saale bis Fläming vorstellen.
Ferner finden Sie Anregungen unter den Tourentipps bei den beiden
Regionen.

Zwischen Ilsenburg und Wernigerode ist die Verlegung der Hauptstreckenführung auf eine dieser Alternativrouten inzwischen abgeschlossen.

Bevor man Ilsenburg verläßt sollte man, wenn man Zeit hat, einen Abstecher ins Ilsetal mit seinen vielen Wasserfällen machen.
Dadurch ist das Kloster Drübeck mit in die Strecke eingebunden worden.

Am Ortseingang Drübeck biegen Sie bitte links ab und folgen dann der Beschilderung.
Vereinzelt öffnen sich bereits erste Blicke in das flache Harzvorland, welche dem Radler eine Abflachung des Geländes ankündigen.
Richtung Harz kann man den Brocken erahnen.
Wernigerode ist das erste Ziel dieser anhaltinischen Route, welches mit seinem Schloss und dem historischen Stadtkern zu längerem Verweilen einlädt.

"Natur pur" in Wernigerode, mit Schloss iim Hintergrund.
Von hier geht es über in das Landschaftsschutzgebiet Unterharz, wo sich die Geländehöhen wieder bei ca. 250 Metern einpendeln.
Nördlich des Europaradweges befindet sich in ca. 20 km Entfernung die Kreisstadt Halberstadt. Wenn es die Zeit zuläßt, ist sie einen Besuch wert.
Der Europaradweg führt von Wernigerode zum Kloster Michaelstein mit seinem Musikinstrumentenmuseum und geht dann über in die alte Bergbaustadt Blankenburg in Richtung Thale.
Ende April 2009 wurde übrigens die Klosterkirche Michaelstein als Radwegekirche geweiht.

Über 100 Radler machten sich Ende April 2009 bei schönstem Wetter auf den Weg zum Kloster Michaelstein und nahmen an dem Gottesdienst zur
Radwegekirchenweihe teil.
Bitte vormerken:
Am Samstag, d. 7. Mai 2011 findet wieder ein
"Anradeln am Europaradweg R1"
mit Radlergottesdienst um 11.00 Uhr
in der Radwegekirche Kloster Michaelstein
statt.
In Blankenburg hat der Radler dann die Möglichkeit ein großes und ein kleines Schloß zu besuchen. Die Burgruine Regenstein ist ebenfalls einen Abstecher wert.
Die Teufelsmauer zwischen Blankenburg und Timmenrode kann man auf dem Kammweg erwandern. Etwas unterhalb ist auch das Radfahren möglich.
Bekanntheit erlangte die Stadt auch durch ihre heilsamen Schlamm- und Moorbäder.
Von hier an geht es zum Teil auf neuen Streckenführungen, meint man, immer weiter bergab und mit Rückenwind Richtung Thale.
Bei der Abfahrt Richtung Thale sollte man die Beschilderung
beachten.
Hier lohnt ein Abstecher zu Fuß oder per Seilbahn auf den Hexentanzplatz und die Roßtrappe.

Nächtliche Begegnung in Thale.
Eine Wanderung durch das Bodetal nach Treseburg ist ein einmaliges Erlebnis.
Die mit Schieferschindeln verkleideten Fachwerkhäuser der kleinen belebten Orte, welche alle mit der Endung ... „rode“ ausgestattet scheinen, drücken allesamt die Baukunst und die Tradition der Holzfällerei des Harzes aus.
In Ballenstedt kann man einen Ausflug zum örtlichen Flugplatz hinter
den Gegensteinen machen.

Die Flugzeuge kann man hautnah erleben.
Anschließend erreicht man die Stadt Falkenstein. Der Europaradweg
quert die Ortsteile Meisdorf, Ermsleben und Reinstedt.
In Meisdorf auf dem Museumshof und Touristinfo wurde Ende April 2010 die erste "Euroroute-R1-Servicestelle" am Harzrand eröffnet.
Von hier aus kann man einen schönen Abstecher ins Selketal oder
zur Burg Falkenstein machen.
Kurz nach Verlassen des Harzes scheinen die Ortschaften überwiegend die Endung ... „leben“ zu tragen. Willkommen in der Magdeburger Börde!
Zunächst entlang der Selke, vorbei an den Seeländereien des Concordia- und Königsauer Sees, erreicht der Radfahrer die Salzbergwerk-Stadt Staßfurt an der Bode.

Eine der Infotafeln am Königsauer See.
Ungefähr 25 Kilometer sind es von Staßfurt nach Bernburg und entlang der Bode auf dem Boderadweg scheinen Höhen zwischen 60 und 80 Metern und glatte Sandwege das Fahrrad hier nun wie von selbst fahren zu lassen.
Von Nienburg nach Bernburg geht es ein Stück entlang der Saale, die dem einstigen Fürstensitz ihren wirtschaftlichen Aufschwung verschaffte.
Wir befinden uns gleichzeitig auf dem Saaleradweg.
Durch flaches Land Richtung Köthen radelnd, erreicht die R1-Trasse bald darauf die ersten Ausläufer einer wundervoll wildromantischen Auenlandschaft.

Einen extra Parkplatz für Europaradwegfahrer gibt es
zwischen Bernburg und Köthen.
Die Elbaue und damit der Elberadweg begrüßt Sie.
Ungefähr auf der Höhe der Stadt Aken bis kurz vor Vockerode deckt sich in Teilbereichen die Strecke des Europaradweges mit der des Elberadweges.

Das Technikmuseum in Dessau liegt direkt am Europaradweg.

Direkt am Europaradweg liegt auch das rechts befindliche
Bauhaus.
Sobald man die Stadt Dessau hinter sich gelassen hat, durchradelt man das Biosphärenreservat Mitelelbe.

Die Biberfreianlage direkt am Europaradweg.
Für Ihre Fahrräder mit Gepäck stehen abschließbare Fahrradboxen
bereit.
Danach erreicht man, als Abstecher, eine in Europa sehr einzigartige Parklandschaft.
Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich.
Die Elbauenlandschaft ist hier zu einem Kunstobjekt mitten in der Natur umgestaltet. Jährlich zieht es tausende Besucher in den UNESCO- Park, denn mit seinen vielen kleinen und großen, in die Natur eingebundenen Schlösschen, Pavillons, Gartenhäusern, Kanälen, Brücken, internationalen Themengärten und Statuen, bietet er der ganzen Familie eine spannende Abwechslung.
Der Besucher hat das Gefühl, je weiter man geht, desto mehr Blickwinkel und -punkte eröffnen sich.
Ab dem Wörlitzer Park hat man drei Möglichkeiten in Richtung Lutherstadt Wittenberg weiterzufahren.

Kartenausschnitt aus der Broschüre "Auf dem R1 vom Harz
bis nach Potsdam".
Kostenlose Anforderung unter: sachsen-anhalt@euroroute-r1.de

Wenn man von Wörlitz nördlich über die Elbe fährt, kommt man
in Coswig an der Kirche St. Nicolai, die seit Ende April 2010 Radwegekirche ist, vorbei.
Die Kirchturmspitze sieht man schon auf halber Strecke
zwischen Wörlitz und Coswig.
Die Hauptstrecke führt in Richtung Ferropolis, der sogenannten "Stadt aus Eisen". Ein kleiner Abstecher lohnt sich.

"Die Stadt aus Eisen".
Die beiden anderen Strecken führen über den Elberadweg nördlich der Elbe oder über die Alternativstrecke südlich der Elbe.
Die Hauptstrecke überquert hinter dem Bergwitzsee dann auch die Elbe und führt in Richtung Norden in eine der bedeutendsten Städte der Welt.

Die Schlosskirche in Lutherstadt Wittenberg.
Lutherstadt Wittenberg sollte jedem Radfahrer ein Begriff sein. Spätestens vor der weltberühmten Thesentür wird der Hauch der Reformation spürbar und damit auch die von hier einst ausgegangenen geschichtlichen Impulse.
Weiter geht es Richtung Norden. Hier atmet der Radler schon kurz hinter der Stadtgrenze von Wittenberg die würzige Waldluft des sich langsam ankündigenden Flämings ein.

Bis zur R1-Servicestelle in Raben sind es noch 12 km.
Dichter üppiger Nadel- und Mischwald verabschieden den anhaltinischen Teil der R1-Trasse in Richtung Brandenburg.
